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Gebete, Geschichten, Seelennahrung
Pfarrteam Eulachtal,
Ein Gebet, das zur Sprache bringt, wofür uns selbst die Worte fehlen...
Eine Geschichte, die neue Horizonte öffnet...
Texte, die uns nähren und stärken...

Eine laufend ergänzte und erweiterte Auswahl finden Sie unten - mögen Ihnen diese Worte Mut machen und wohl tun!


Jeder Tag ist ein neues Angebot

Ich bete zu dir, Gott,
der du uns jeden neuen Tag schenkst,
und jeder Tag ist gleich wichtig vor dir.
Ich danke dir für diesen Tag.
Gib, dass ich ihn ernst nehme:
Die Aufgaben, die mich heute fordern,
die Menschen, denen ich begegne,
die Erfahrungen, die er bringt,
auch das Schwierige, das mir widerfährt.

Lass mich auch dann offen und frei bleiben,
wenn mich tausend Dinge in Beschlag nehmen.
Lass mich dankbar sein für alles,
was dieser Tag für mich bereit hält,
auch wenn er anders verläuft als ich es mir wünsche.

Gott, auch wenn ich nicht alles
in deinem Sinn tun kann,
hilf mir, deinen Willen heute
etwas besser zu tun als gestern.
Auch wenn deine Gegenwart mich
nicht ganz durchdringt,
hilf, dass sie mir nicht verloren geht.
Auch wenn ich nicht alle Menschen
selbstlos lieben kann,
hilf, dass ich keinen entmutige, der mir begegnet.
Auch wenn mein Herz deine Ewigkeit nicht umfängt,
gib mir Zuversicht für den nächsten Schritt.

Jeder neue Tag ist ein neues Angebot von dir, Gott.
Hilf mir, dass ich es nutzen kann.
Amen.

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Morgengebet

Guter Gott,
ich danke dir für die vergangene Nacht
und für diesen neuen Tag.
Ich bin froh, dass ich ihn mit dir beginnen kann.
Viele Aufgaben türmen sich vor mir.
Bin ich allem gewachsen,
was heute auf mich zukommt?
Statt mich in Zweifeln zu verlieren,
bitte ich dich um deinen Heiligen Geist.

Gott, sei gegenwärtig in meinem Leben
und leite heute meine Schritte.
Amen.

(RG Nr. 569; Elisabeth Strüblin 1998)

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Abendgebet

Guter Gott, ich danke dir für diesen Tag:
Du hast mein Leben erhalten, du hast für mich gesorgt und manches hat gelingen dürfen.
Ich bitte dich um Vergebung,
wo ich Unrecht getan habe,
wo ich Wichtiges versäumt habe,
wo ich an Menschen vorübergegangen bin,
die auf ein Zeichen von mir gewartet haben…

Ich bitte dich für die Menschen, mit denen ich lebe und arbeite und für alle, die meine Fürbitte brauchen.

Gott, schenke mir eine ruhige Nacht und lass mich einen guten Schlaf finden. Gib mir morgen neue Kraft für alles, was ich tun soll.
Amen.

(RG Nr. 592; nach Hildesheim 1969)

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Gebet angesichts des Corona-Virus

Ewiger Gott
Das Corona-Virus ist überall –
in den Nachrichten, in unseren Köpfen,
an den Börsen.
Menschen kaufen Läden leer.
Krisenstäbe tagen.
Die Regierung hat den Notstand ausgerufen.
Und das Virus kommt immer näher.

Gott, ich bin verunsichert:
Was soll ich tun?
Wie kann ich andere und mich schützen?
Gott, ich habe Angst vor dem,
was auf uns alle zukommt.


Du hast einmal gesagt:
«Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen:
Ich will euch erquicken.» (Mt 11,28)
Ja, Gott, ich nehme dich beim Wort:
Nimm von mir, was mich plagt und belastet.
Schenke mir Vertrauen in deine gute Führung
und Gelassenheit zu tun und zu lassen,
was Not ein wenig lindern kann.

Lass mich Ruhe und Stärkung finden in deiner Nähe.
Amen.

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Fürbittengebet in Zeiten der Not

Gott, wir bitten dich für alle, die infiziert sind und unter Quarantäne stehen:
Hilf ihnen, Ruhe zu bewahren und die Zeit der Isolation zuversichtlich durchzustehen.

Wir bitten dich für alle, die am Corona-Virus erkrankt sind und um ihr Leben kämpfen:
Sei bei ihnen - was immer auch geschehe.

Wir bitten dich für alle, die liebe Menschen durch das Corona-Virus verloren haben:
Sei mit ihnen in ihrem Schmerz und ihrer Trauer.

Wir bitten dich für alle Ärztinnen und Ärzte, für alle Pflegenden, die ihr Bestes geben, um die Pandemie einzudämmen:
Schenke ihnen Kraft, Zuversicht und Ausdauer für ihren Einsatz.

Wir bitten dich für alle Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft:
Schenke ihnen Besonnenheit, Weitsicht und Verständnis für die Ängste und Sorgen der Menschen.

Und wir bitten dich für uns:
Lass uns nicht mutlos werden,
sondern darauf vertrauen,
dass du, Schöpfer(in) von Himmel und Erde,
nicht aufgibst, was du gut erschaffen hast.

In einem Moment der Stille legen wir vor dich,
was uns ganz besonders am Herzen liegt: ….

Unser Vater im Himmel,
geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und
die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

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So wie ich bin…

… suche ich jetzt Ruhe und Frieden bei dir.

Zu dir kann ich kommen mit dem,
was ich auf dem Herzen habe.
Bei dir muss ich mich nicht besser und grösser,
aber auch nicht schlechter und kleiner machen,
als ich wirklich bin.
Du nimmst mich an mit all dem,
was zu mir gehört,
was ich mit mir herumschleppe,
und was ich vor mir herschiebe.
So wie ich bin, nimmst du mich an.
Vor dir kann ich meine Lasten ablegen,
nichts ist für dich zu unwichtig oder zu gering.
Du siehst, wie mir zumute ist,
was mich ängstigt und ärgert,
was mich freut und zuversichtlich stimmt.
Zu dir darf ich meine Unzufriedenheit und meine Dankbarkeit,
meine Ungeduld und meine Sehnsucht bringen.
So lass mich nun geborgen sein in der Obhut deiner Güte und im Schutz deines Erbarmens.
Amen.

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Einfach hier

Gott, ich bin jetzt einfach hier,
sitze da, hoffe auf deine Gegenwart.
Du weisst, was mich bewegt,
auch wenn ich es nicht in Worte fassen kann.
Da ist Freude und Angst,
Sorge und Hoffnung…
Irgendwann wird doch wieder „Normalität“ einkehren, aber wann?
Und wie wird sie aussehen?
Wie werde ich sein?

Lass mich Ruhe finden bei dir,
jetzt,
in deiner Nähe.

Lass mein Herz nicht unberührt
von deinem Atem, von deiner Liebe,
die mehr umfangen, als ich mir je vorstellen kann.

Höre in mein Herz, schau in meine Seele,
heile,
verbinde,
tröste,
stärke,
ermutige…

Darum bitte ich dich und dafür danke ich dir
im Namen Jesu Christi.
Amen.

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Lehre mich beten, Gott!

Gott, manchmal fehlen mir die Worte zum Beten.

Manchmal denke ich einfach nicht daran,
dass ich beten könnte.
Manchmal höre ich ganz auf zu beten,
weil ich nicht wirklich damit rechne,
dass du mich hörst.
Ich gebe mich zufrieden, mit dem, was ist
und was mir machbar erscheint.

Lehre mich beten, Gott!

Lege mir Worte in den Mund,
die über das hinausreichen,
was erreichbar ist;
die über das hinaus denken,
was denkbar ist;
die sich mehr wünschen
und mehr vorstellen,
als ich mir wünschen und vorstellen kann.

Öffne meinen Mund,
dass er mich und mein Leben,
dass er DICH zur Sprache bringt
und auch die Welt ins Gebet nimmt:
Ihren Kummer
und die Hoffnung,
dass dieser ein Ende habe.

Dein ewiges Wort –
Dein belebendes und tröstendes,
dein wahres und Recht schaffendes Wort,
es möge mich erreichen und in mir wohnen.
Amen.

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Füreinander da sein

Gott, fragend und ruhelos stehe ich vor dir,
allein und doch in Gedanken verbunden
mit vielen anderen.
Ich bin betroffen vom Leid,
das viele Menschen in diesen Tagen erfahren.

Sei du, Gott, in diesen schwierigen Stunden für alle da, die dich brauchen,
tröste sie, halte sie,
hilf ihnen auszuhalten,
was Menschen allein doch gar nicht aushalten können.
Lass uns alle feinfühlige Mitmenschen sein, die aufeinander achten und sich gegenseitig Sorge tragen.

Gib jedem von uns Kraft für die Aufgaben,
die an uns gestellt sind,
in Partnerschaft, in Familie, im Beruf.
Für die Aufgaben, die uns erfüllen
und auch für solche, die schwer sind,
sie in Angriff zu nehmen,
für Aufgaben, die uns Angst machen.

Gib uns Mut für die Schritte, die wir tun müssen.
Gib uns Mut zur Rücksicht auf andere, um niemanden zu gefährden.

Gib uns Liebe zu den Menschen, die uns begegnen:
zu denen, die wir mögen und auch zu denen,
die uns in ihrer Art zu leben, in ihrer Art zu denken,
fremd sind.

Lass uns erfahren, dass du uns stärkst
und uns nahe bist in allem,
was heute und in Zukunft geschieht.
Amen.

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Herr, mein Gott, ich danke Dir,
dass Du
diesen Tag zu Ende gebracht hast;
ich danke Dir, dass Du Leib und Seele zur
Ruhe kommen lässt.
Deine Hand war über mir und hat mich
behütet und bewahrt.
Vergib allen Kleinglauben
und alles Unrecht dieses Tages
und hilf, dass ich allen vergebe,
die mir Unrecht getan haben.

Lass mich in Frieden unter Deinem Schutz schlafen
und bewahre mich vor den Anfechtungen
der Finsternis.

Ich befehle Dir die Meinen,
ich befehle Dir dieses Haus,
ich befehle Dir meinen Leib und meine Seele.
Gott, Dein heiliger Name sei gelobt.

(Dietrich Bonhoeffer)